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Gallus und die Sprachgeschichte der Nordostschweiz

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Gallus und die Sprachgeschichte der Nordostschweiz

38.00

Gallus und die Sprachgeschichte der Nordostschweiz / Gerold Hilty

2001

242 S. : Ill. ; 13,5 x 22,5 cm
Gewebeband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7291-1099-1

CHF 38.00 / EUR 38.00

Buchgestaltung: Jost Hochuli

 

Welches war die Sprachsituation der Nordostschweiz im 7. Jahrhundert? Diese Frage sucht der Autor durch eine sprachhistorische Lektüre der Gallus-Viten zu beantworten, unter steter Ergänzung und Kontrolle durch Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und vor allem der Namenskunde. So kann er zeigen, dass in der Linthebene die romanisch-alamannische Sprachgrenze unmittelbar südöstlich von Tuggen lag und dass sich am Bodensee die romanische Sprache in Konstanz, Arbon und Bregenz bei einem Teil der Bevölkerung erhalten hatte. Nur Bregenz stand jedoch in Verbindung mit einem romanischen Hinterland. Arbon und Konstanz hatten den Charakter von romanischen Sprachinseln. Die Nordgrenze eines zusammenhängenden romanischen Sprachgebiets lag beim Hirschensprung. In diese teilweise zweisprachige Welt kam Gallus mit seinem Lehrer Columban und weiteren Columbanschülern um das Jahr 610. Wie konnte es sich hier mit der Bevölkerung verständigen? In welcher Sprache predigte er? Die Lebensbeschreibungen von Gallus beweisen, dass dieser schon bei seiner Ankunft in der Ostschweiz sowohl alamannisch als auch romanisch predigen konnte. Aus diese Sprachkompetenz – lässt sich der Schluss ziehen, dass Gallus nicht Ire war, sondern Romane, aufgewachsen in den Vogesen, wo enge Beziehungen zu dem benachbarten alamannischen Elsass bestanden. Im Vogesenkloster Luxeuil war er Schüler von Columban geworden. Für die Nordostschweiz war entscheidend, dass Gallus sich in Bregenz von Columban trennte und nicht mit dem Lehrer nach Italien zog. Dadurch hat er die Grundlage geschaffen für eine Entwicklung, in der das geistige Sein der Nordostschweiz bis heute wurzelt.

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Gallus und die Sprachgeschichte der Nordostschweiz / Gerold Hilty

2001

242 S. : Ill. ; 13,5 x 22,5 cm
Gewebeband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7291-1099-1

CHF 38.00 / EUR 38.00

Buchgestaltung: Jost Hochuli

 

Welches war die Sprachsituation der Nordostschweiz im 7. Jahrhundert? Diese Frage sucht der Autor durch eine sprachhistorische Lektüre der Gallus-Viten zu beantworten, unter steter Ergänzung und Kontrolle durch Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und vor allem der Namenskunde. So kann er zeigen, dass in der Linthebene die romanisch-alamannische Sprachgrenze unmittelbar südöstlich von Tuggen lag und dass sich am Bodensee die romanische Sprache in Konstanz, Arbon und Bregenz bei einem Teil der Bevölkerung erhalten hatte. Nur Bregenz stand jedoch in Verbindung mit einem romanischen Hinterland. Arbon und Konstanz hatten den Charakter von romanischen Sprachinseln. Die Nordgrenze eines zusammenhängenden romanischen Sprachgebiets lag beim Hirschensprung. In diese teilweise zweisprachige Welt kam Gallus mit seinem Lehrer Columban und weiteren Columbanschülern um das Jahr 610. Wie konnte es sich hier mit der Bevölkerung verständigen? In welcher Sprache predigte er? Die Lebensbeschreibungen von Gallus beweisen, dass dieser schon bei seiner Ankunft in der Ostschweiz sowohl alamannisch als auch romanisch predigen konnte. Aus diese Sprachkompetenz – lässt sich der Schluss ziehen, dass Gallus nicht Ire war, sondern Romane, aufgewachsen in den Vogesen, wo enge Beziehungen zu dem benachbarten alamannischen Elsass bestanden. Im Vogesenkloster Luxeuil war er Schüler von Columban geworden. Für die Nordostschweiz war entscheidend, dass Gallus sich in Bregenz von Columban trennte und nicht mit dem Lehrer nach Italien zog. Dadurch hat er die Grundlage geschaffen für eine Entwicklung, in der das geistige Sein der Nordostschweiz bis heute wurzelt.